Arbeit

Haus W, Lauterach

Der Ort – eine für die Bodenseeregion typische Streuobstwiese – und der enge Zeitrahmen prägten das Projekt von Anfang an massgeblich. Geplant wurde in Holzbauweise. Nur so konnte der Wunsch der Bauherrin, bereits 10 Monaten nach Beauftragung einziehen zu können, realisiert werden…

Ein einfaches kubisches Volumen, fügt sich zwischen die Apfelbäume. Zwei Loggien und ein Vordach mit angeschlossener Garage verzahnen das Bauwerk mit seiner Umgebung. Die Lärchenholzfassade tritt in den Dialog mit den Obstbäumen und stärkt damit die Identität des Ortes. Bescheiden und elegant. Das Vordach und die horizontalen Bänder sind einerseits Wetterschutz und Ausdruck der konstruktiven Logik. Andererseits geben sie dem Haus Charakter und Ordnung: Durch dieses einfache architektonische Vokabular werden Gebäude, Loggien und Eingangsbereich zusammengebunden. Es entsteht die Anmutung eines feinen, hölzernen Möbels.

Die kompakte Gebäudeform, der hohe Dämmwert der Außenhaut, und die dreifachverglasten Fenster garantieren geringe Energieverluste an der Gebäudehülle. Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung wirkt unterstützend. Bei Bedarf können Gastherme und ein Kaminofen zugeschaltet werden. Tragend sind bei Haus W. nur die Außenwände. Das Innenleben kann leicht veränderten Anforderungen des Lebens angepasst werden. Diese Flexibilität zielt auf eine lange Lebensdauer des Gebäudes.

Wer das Haus betritt, folgt einer schneckenhausartigen Bewegung. Blicke und Licht übernehmen die Führung. Der Übergang vom eher öffentlichen Studio/Bürobereich in den privaten Bereich kann dadurch fein gesteuert werden. Essbereich, Wohnbereich und Loggia bilden eine großzügige Einheit. Eine Klammer zwischen Innen und Außen!

Typ:   Einfamilienhaus, Neubau
Jahr:   Fertiggestellt 2010
Merkmale:   Holzbau, geringes Zeitbudget
Zusammenarbeit:   mit DI Jürgen Stoppel
Preis:
   Award Häuser des Jahres